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Low-Power-Netzwerke ermöglichen Vernetzung ohne SIM-Karte und Datentarife

Das Unternehmen 'swisscom' nimmt ab Sommer 2015 die ersten Low-Power-Netzwerke (kurz: LPN) in der Schweiz in Betrieb.

Was sind überhaupt Low-Power-Netzwerke?  

Zuerst einmal gibt es dort den Begriff M2M (=MachinetoMachine) - Das bedeutet die Vernetzung zwischen Geräten und Maschinen. Zum Beispiel das Smartphone wird mit der Kaffeemaschine verbunden oder - ebenfalls sehr aktuell - das Thema ConnectedCar. 

Voraussetzung für diese Beispiele ist entweder ein Datentarif mit einer SIM-Karte oder ein LAN bzw. ein W-LAN.

Low-Power-Netzwerke bieten da mehr Flexibilität in vielerlei Hinsicht, da sie auf Grund ihres niedrigen Energieverbrauches ideal für batteriebetriebene Sensoren und Geräte eingesetzt werden können.

Mobile Geräte und Sensoren werden sich dann über ein von swisscom bereitgestelltes Gateway verbinden. Das Low-Power-Netzwerk versendet dabei sporadisch besonders kleine Datenpakete, sodass der Energieverbrauch sowie die Kosten im Gegensatz zu herkömmlichen Mobilfunknetzen minimal gehalten werden. Wir glauben, dass hierbei auch die Solartechnik eine große Rolle spielt, sodass der Betrieb eines Sensors nur sehr wenig Batterie verbrauchen könnte und über lange Zeit betriebsfähig bleibt.

 

Welche Möglichkeiten bringt das?

Die Vision (oder bereits die Gegenwart?) von swisscom sieht so aus, dass freie Parkplätze ihren Status melden könnten und Sie so zum nächsten freien Parkplatz navigiert werden. Ein anderes Beispiel zeigt, dass Fahrräder mit Hilfe eines Sensors an Ihr Smartphone melden könnten, wenn sie entwendet werden. Auch Sensoren an Briefkästen, Mülleimern, Schuhen, Straßenschildern, Schlössern und vielen weiteren "mobilen" Objekten sind denkbar.

Wir denken dabei zum Beispiel an das Szenario intelligenter Straßenschilder, die die Geschwindigkeitsbegrenzung per LPN an des Auto übermitteln und das Auto die Geschwindigkeit entsprechend drosselt. 

M2M und Low-Power-Netzwerke ergänzen sich perfekt. Swisscom nennt auf der Website im Bereich M2M einige Beispiele, Zitat:

  •  "Wertgegenstände (z.B. Fahrzeugflotte) oder auch Menschen (z.B. Outdoorsportler, ältere Menschen) können dank angehängtem Tracking-Gerät jederzeit geortet werden und im Ernstfall gezielt gefunden werden."
  • "Heizungen sorgen dank Abgleich von Innen- und Aussentemperaturen stets für die exakt richtige Temperatur und heizen nicht -wie heute üblich- auf Vorrat."
  • "E-Bikes mit Connectivity können via Mobiltelefon entriegelt, gesperrt oder gefunden werden. Statusberichte liefern Infos zur Nutzung, die u.a. für das individuelle Tuning des Bikes verwendet werden können."

Weitere Möglichkeiten erfahren Sie auf der Homepage von swisscom: https://www.swisscom.ch/de/business/m2m-new/discover-m2m/industries.html

 

Welche Auswirkungen hat das?

Durch die Vernetzung von verschiedensten Geräten und Maschinen mit dem Anwender ermöglichen sich neue Service- und Prozessmodelle (Das Bierfass im Restaurant ist leer und bestellt selbständig Nachschub beim Lieferanten). Low-Power-Netzwerke machen dabei den Weg für Gegenstände frei, die auf eine lange Akkudauer angewiesen sind. Es wird insgesamt ein schnellerer Informationsaustausch (Echtzeit-Daten der Geräte), eine höhere Sicherheit (Beispiel: Sensoren messen einen Flusspegel) eine höhere Effizienz sowie Kostenersparnis hergestellt, Zitat: 

"Dank umfassenden Echtzeit-Daten "aus dem Feld" können Aussendienstmitarbeiter besser koordiniert und damit viele Fahrkilometer gespart werden."

 

Wir meinen

Wir sind gespannt, wie sich M2M in Verbindung mit den Low-Power-Netzwerken entwickeln wird und wann die  LPN - Technik flächendeckend verfügbar sein wird. Ein Mülleimer, der die Stadtreinigung informiert, sobald er voll ist, ist nicht länger Zukunftsmusik. Das Unternehmen swisscom zeigt neben herkömmlichen (teils kostenintensiven) Netzwerkverbindungen die Lösung für die Vernetzung "mobiler" Gegenstände und damit ungeahnte Möglichkeiten. Unserer Meinung nach lassen sich damit viele gute Zwecke erreichen (siehe das Fahrrad, das Alarm-Meldungen gibt, sobald es entwendet worden ist und sich dann jederzeit wieder lokalisieren lässt. Oder der Krankenwagen, der die EKG-Werte eines Notfalls bereits an das Krankenhaus übermittelt).

Auch der Komfort und Informationsaustausch für Dienstleistungen und Industrie wird damit "neu" definiert. Wir freuen uns darauf, irgendwann einmal das LPN live zu erleben (natürlich nicht als Patient im Krankenwagen) - Aber: Wie sehr wird die Abhängigkeit zu vernetzten Maschinen und Gegenständen in unserer Gesellschaft steigen und welchen Wandel bringt das mit sich?

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